Freitag, 26. Oktober 2012

Vorstellung des neuen Heimatkalenders

Am 23.10.2012 wurde in Pritzwalk am Hauptsitz der Sparkasse Prignitz der Heimatkalender 2013 vorgestellt. Anläßlich seines zwanzigjährigen Bestehens hatte die Sparkasse Prignitz einen Fotowettbewerb zum Thema "Prignitzer Jahreszeiten" ausgelobt, dessen Gewinner mit jeweils einem Foto im neuen Kalender vertreten sind. Die Auserkorenen waren zur Vorstellung eingeladen

und sind hier auf einem Gruppenfoto zu sehen.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Museumsfest in Streckenthin 2012

Zum achten Mal fand in diesem Jahr Mitte September das Museumsfest in Streckenthin statt.
Hier ein paar Impressionen davon







Sonntag, 7. Oktober 2012

Peer = Gerhard - schon vergessen!?

Als Gerhard Schröder am 14.März 2003 die AGENDA 2010 verkündete, stand hinter diesem Konzept zum Umbau des deutschen Sozialsystems und Arbeitsmarktes auf der einen Seite ein wirtschaftspolitischer Forderungskatalog der Bertelsmann-Stiftung. Dieser enthielt unter anderem folgende Punkte:
- Abschaffung der Arbeitslosenversicherung und Einschränkung der Sozialhilfe
- Senkung eines eventuellen Mindestlohnes durch Minderung der Sozialhilfe
- Senkung der übrigen Löhne um 15 % und eine Reduzierung des Kündigungsschutzes
- Abwälzung der Lohnnebenkosten auf die Arbeitnehmer
Viele dieser Forderungen fanden direkt oder indirekt Eingang in Schröders AGENDA 2010. Diese Ideen und deren Umsetzung sind in der Hauptsache verantwortlich für einen ausufernden Niedriglohnsektor mit all seinen Folgen, für daraus resultierende, abzusehende Altersarmut breiter Bevölkerungsschichten, für seit Jahren sinkende Realeinkommen, für einen brutaler gewordenen Arbeitsmarkt mit immer mehr prekären Arbeitsverhältnissen. Als Mitinitiatoren und Umsetzer dieser Ideen finden wir nun auf der anderen Seite neben Gerhard Schröder, Franz Walter Steinmeier und Franz Müntefering einen Mann, der sich anschickt, 2013 Bundeskanzler zu werden – Peer Steinbrück. Neben Schröder selbst ist Steinbrück einer derjenigen, der bis heute trotz aller offenkundig gewordenen Fehler dieser Reformen immer noch an diesen festhält und vor Änderungen an der AGENDA 2010 warnt wie nach der verlorenen Bundestagswahl 2009. Steinbrück wandte sich damals in der nach der deutlichen Wahlniederlage folgenden innerparteilichen Diskussion über eine Änderung des SPD-Kurses nach der AGENDA 2010 gegen die Position Gabriels, die Politik stärker auf die Interessen der Mehrheit der Arbeitnehmer und der Schwachen in der Gesellschaft auszurichten und gegen die von ihm unterstellte einseitige Fokussierung auf den Bereich Sozialpolitik und damit gegen einen damals von der Parteiführung der SPD verkündeten Neuanfang. So muss man jetzt im Jahr 2012 nach immer deutlicher werden negativen Auswirkungen des „Reformwerkes“ AGENDA 2010 und der Nominierung von Peer Steinbrück zum SPD-Kandidaten für das Amt des Bundeskanzlers erkennen, dass es mit der SPD keinen Neuanfang geben wird, dass sich deren Politik weiterhin nicht am Wohl und den Interessen des eigentliche Klientels einer sozialdemokratischen Arbeiterpartei ausrichten wird. Und es wird zu befürchten sein, dass sich ähnliche WAHLVERSPRECHER, wie „Keine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Nicht in nächster Zeit und nicht in der kommenden Legislaturperiode“ von Franz Müntefering vom 5.August 2005 oder „Wir wollen Mobilität, da darf man auf keinen Fall die Pendlerpauschale kürzen.“ von Gerhard Schröder vom 25.August 2005 wiederholen werden. Vielleicht sogar mit ähnlichen Folgeaussagen - „Ich finde es unfair, an Wahlaussagen gemessen zu werden.“ von Franz Müntefering. So kann man abschließend nur resümieren, dass ein eventueller Bundeskanzler oder auch Vizekanzler Steinbrück die Politik des Sozialabbaus und der Umverteilung von Unten nach Oben fortsetzen wird. Und die SPD – ja diese Partei wird damit immer unwählbarer für ihr eigentliches Klientel die Arbeitnehmerschaft werden. Auch wenn der Wahlkampf noch so spaßig sein wird!