Dienstag, 27. November 2012

Stoppt das Massenabmahnwesen im Urheberrecht

Seit Jahren tobt er - der Abmahnwahn! Mittlerweile hat sich eine regelrechte Abmahnindustrie entwickelt, die in jedem Jahr den Bürgern, in vielen Fällen auch unschuldigen Bürgern, auf zweifelhafte und schwammige Gesetze ausnutzende Art und Weise Millionenbeträge aus den Taschen mahnen bzw. klagen. Der Politik ebenfalls bestens bekannt, wird jedoch in keiner Weise etwas gegen diese Treiben unternommen. Langsam aber beginnen such die Betroffenen selbst zu wehren. Für alle Betroffenen und auch für noch nicht Betroffene - bitte, unterzeichnen Sie diese Petition. Es geht auch um ihr Geld.

Donnerstag, 22. November 2012

Der Brandenburger Brötchenkrieg

 "Bio ist wie eine Religion"- sagt Frau Elisabeth Hewson und schreibt dazu das passende Buch - „Das Bio-Ketzer-Buch“. Die Bio-Ideologie wird darin als „Bazillus der Volksverdummung“ entlarvt , als vermeintlicher „Heilsbringer“. Es werden Fakten, Zahlen und objektive Tests den Glaubensbekenntnissen der Biofanatiker gegenübergestellt. Ähnlich wie in der Stanford-Studie wird festgestellt, dass Biolebensmittel kaum gesünder als konventionelle hergestellte Lebensmittel sind. Wobei sich die Produktionsmethoden der Bio-Hersteller mittlerweile denen der konventionell produzierenden Betriebe immer mehr angleichen. Um entsprechend Kasse zu machen scheint es aber immer noch zu genügen. Vor allem dann, wenn es genügend Gläubige gibt. In meiner Heimatstadt gab es seit ich denken kann immer privatwirtschaftlich arbeitende Bäckerbetriebe. Die sich alle, ich betone ALLE, mit ihren Produkten in Beziehung Qualität zu keiner Zeit verstecken brauchten. Und zwar lange bevor es Bio- und Öko-Jünger oder Feinschmeckerstudien gab. Alle haben die Wendejahre überstanden und arbeiten bis auf einen, dieser schloss aus Altersgründen und mangels Nachfolger, heute noch recht erfolgreich mit entsprechend gutem Angebot. Würde die Qualität nicht stimmen, würde es sie wegen der vorhandenen Konkurrenz vor allem in Form von Discountern heute wohl nicht mehr geben. Da ich von Klein auf die Brötchen ebenso wie das Brot und den Kuchen der Bäckerei Pickert aus Pritzwalk kannte, war ich schier entsetzt, als ich anlässlich eines Lehrganges in Hannover das erste mal mit Brötchen westdeutscher Produktion konfrontiert wurde. Beim Versuch, eines davon aufzuschneiden, löste sich dieses mehr oder weniger in Luft und Krümel auf. Eine Luftnummer gewissermaßen! Mehr Schein als Sein! Wie einiges andere aus dieser Richtung auch. Was mich nun ziemlich irritiert ist, dass nach Brandenburg zugezogene „Altbundesbürger“ mit dieser „Brötchenvergangenheit“ ein so vernichtendes Urteil über unsere Bäckerzunft und Gastwirtsbranche abgeben! Ihren Aussagen zufolge muss es uns in Brandenburg heute ja fast so furchtbar gehen, wie in den „unsäglichen“ Zeiten der DDR. Ein Wunder, dass wir all die Jahre ohne die herrlichen und vor allem preiswerten Biobrötchen überlebt haben! Aber so richtig bizarr wird’s dann, wenn sogar noch die alte DDR herhalten darf, um den Brandenburgern einen zweifelhaften Geschmack anzudichten. Das ist ja fast wie Kalter Brötchenkrieg!

Dienstag, 20. November 2012

Brandenburger beim Gehalt im Osten vorn

Dass das Brandenburger Arbeitsministerium  zurückhaltend auf die Gehaltsstudie von Stepstone reagiert verwundert nicht. Mich verwundert eher die Meldung in der MAZ zu diesem Thema - „Brandenburger beim Gehalt im Osten vorn“ !!!??? Salopp gefragt, wen will man denn eigentlich mit dieser reißerischen Meldung für dumm verkaufen? Erst gestern durfte man lesen „Von 1996 bis 2011 stieg der Anteil der Beschäftigten in Minijobs, Teilzeit, Leiharbeit und mit befristeten Arbeitsverträgen von 19 auf 36 Prozent.“. Und heute sind wir schon ganz vorn?! Das „durchschnittliche Bruttojahresgehalt des BRANDENBURGERS (Keine Unterscheidung nach Fachkraft oder Hilfsarbeiter) beläuft sich laut einer Studie des Internet-Stellenportals „Stepstone“ auf 37905 Euro“ - kann man da lesen. Dazu muss man wissen, und das wird geflissentlich verschwiegen, zu dieser Studie wurden 40.000 Führungs- und Fachkräfte in ganz Deutschland befragt. Das entspricht 0,1 % aller Beschäftigten in diesem Land! Dass es bei den restlichen 99,9 % ganz anders aussehen kann, interessiert offensichtlich nicht. Dass z.B. bei den meisten der von der Bundesagentur für Arbeit angebotenen Jobs um Stundenlöhne im Bereich von 8 bis 9 Euro und damit einem Jahresbruttolohn von weit unter 20.000 Euro geht spielt keine Rolle. Hauptsache man kann erst einmal eine Erfolgsmeldung verkünden! Nur vergisst man offensichtlich, dass viele Menschen solchen Nachrichten nach dem Strickmuster bester DDR-Propaganda keinen Glauben mehr schenken. „Ich bin 69 Jahre alt, Diplom Ingenieur (TU) und noch tätig, weil es Spass macht. Die Länder Bayern, Baden-Württemberg und Hessen sind mir bestens bekannt. Die Studie ist nicht das Papier wert, worauf sie gedruckt ist. Wo haben die, die Zahlen her, Wunschdenken.“, „Tach. Hab selbst schon mal an so einer Umfrage von Stepstone teilgenommen. Als ich anschließend die Auswertung gesehen habe und das was andere in meinem Job angeblich verdienen sind mir fast die Augen ausgefallen. Heute trage ich in der Firma selbst Personalverantwortung und weiß was die Leute verdienen. Resultat: Man kann locker 20-30% abziehen, dann kommt man der Realität schon näher.“ oder „Ich komme aus Sachsen-Anhalt und arbeite als Techniker. Für das angegebene Bruttojahresgehalt müsste ich aber schon 2 Jahre arbeiten. Jetzt möchte ich aber mal wissen wer die Hälfte meines Bruttojahresgehaltes sich in seine Tasche steckt.“ kann man z.B. dazu in diversen Foren im Internet lesen. Mich stimmt es nur nachdenklich, dass man mehr und mehr auf Mittel zurückgreift, die man aus der ehemaligen DDR sehr gut kannte. Und die offensichtlich dazu dienen, den Menschen ein Bild vorzugaukeln, das es nicht gibt. Das fängt an bei der allmonatlich verkündeten Arbeitslosenzahl, die seit Jahren per Gesetz geschönt wird, und hört auf beim Verkünden von völlig überzogenen, irrealen Durchschnittseinkommen. Und wie schon ihr Vorgänger, die Märkische Volksstimme, so lässt sich offensichtlich auch die Märkische Allgemeine in diese Meinungsbildungsmaschinerie einspannen – leider.

Freitag, 9. November 2012

Kuhbier - ein Dorf wehrt sich



Als Pritzwalker ist man zwar nicht unmittelbar von der Verkehrssituation in Kuhbier betroffen, aber eine Fahrt mit dem Auto in Richtung Perleberg lässt erkennen, wie notwendig eine Veränderung der bestehenden, katastrophalen Verhältnisse ist. Begegnen sich wie hier

zwei LKW's, ist erstmal Stillstand und Geduld angesagt. Ansonsten bestünde Kollisionsgefahr. Rauschen diese dann über die marode Ortsdurchfahrt Kuhbiers

dann wackelt die Wand bzw. die Häuser in Kubier. Wenn dann berechtigt eine Umgehungsstrasse erforderlich wird, geplant wird, deren Bau aber immer wieder auf die lange Bank geschoben wird und die Einwohner regelrecht verar....t werden, ist Unmut angesagt. Und dann gibt's eben solche Demos wie am 9.11.12. 

Dieses Mal war ich auch da und ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht. Nicht darüber, dass der Landrat Hans Lange, der Pritzwalker Bürgermeister Wolfgang Brockmann, der Bürgermeister von Groß Pankow Thomas Brandt oder das MdL Dieter Groß von den Linken mit von der Party waren! Nee, das nicht, aber wo waren denn die Kuhbierer selbst? Kuhbier hat knapp 200 Einwohner. Mit "Demo-Gästen" waren eventuell 50 Personen zu sehen???!!! Auch wenn die kurzfristige Strassenblockade einen recht ansehnlichen Stau verursachte,

so wird das nix, Leute!!! Da solltet ihr schon ein bißchen solidarischer zu eurem Ortsvorsteher Kurt Essel und denen sein, die sich wie heute aktiv an dieser Aktion beteiligt haben. Bleibt zu hoffen, dass es bei der nächsten, von Herrn Essel schon angekündigten Demonstration ein paar mehr sein werden, vielleicht auch aus Pritzwalk oder Groß Pankow selbst. Schließlich müssen wir Prignitzer zusammenhalten, um nicht völlig abgeschrieben zu werden und irgendwann mal von der Landkarte verschwinden.